# DocuWare Ablage – Thunderbird-Extension Legt eine markierte E-Mail aus Thunderbird in DocuWare ab. Nach Klick auf den Button erscheint ein **Ablage-Dialog**: Aktenschrank wählen, Indexfelder ausfüllen (aus der Mail vorbefüllt), ablegen. Hochgeladen werden – je nach Auswahl – die Mail als `.eml`, die Mail als PDF und die Anhänge als separate Dokumente. ## Funktionsweise - **Direkte Anbindung** an die DocuWare **Platform REST-API** (kein eigener Server). Auth v1 per **Cookie-Logon** (`/Account/Logon`). - **Dynamische Felder**: Die Eingabemaske wird aus dem *Store-Dialog* des gewählten Schranks erzeugt (Felder, Pflichtfelder, Auswahllisten). - **Vorbefüllung** der `EML_*`-Felder aus der Mail (Absender, Empfänger, Betreff, Datum, Richtung, Größe, Body …). ## Projektstruktur ``` manifest.json MailExtension-Manifest (Manifest v2) background/background.js Button + Kontextmenü, öffnet den Dialog dialog/ Ablage-Dialog (HTML/CSS/JS) options/ Einstellungen (Server, Login, Defaults) lib/ store.js Einstellungen (browser.storage.local) auth.js Cookie-Logon (Auth-Abstraktion) docuware.js Platform-REST-Client (Schränke, Dialoge, Felder, Upload) mail.js Mail-Extraktion (eml, Metadaten, Anhänge) pdf.js abhängigkeitsfreier Text-PDF-Generator icons/ ``` ## Installation (Entwicklung) 1. Thunderbird → Menü → **Add-ons und Themes** → Zahnrad → **Add-on aus Datei installieren …** *oder* zum Testen: 2. Adresszeile: `about:debugging` → **Dieses Thunderbird** → **Temporäres Add-on laden …** → `manifest.json` in diesem Ordner wählen. > Hinweis: Bei einem Self-Signed-Zertifikat des DocuWare-Servers muss dieses einmalig > in Thunderbird akzeptiert werden, sonst schlagen die `fetch`-Aufrufe fehl. ## Einrichtung Add-on-Einstellungen öffnen und ausfüllen: - **Server-URL** – Basis ohne `/DocuWare/Platform`, z.B. `https://docuware.firma.de` - **Organisation**, **Benutzername**, **Passwort** - **Verbindung testen** → lädt die Aktenschränke (Bestätigung, dass Login & URL passen) - optional **Standard-Aktenschrank** und Default-Optionen (eml/pdf/Anhänge) > 🔒 **Das Passwort wird nicht gespeichert.** Es wird beim ersten Ablegen pro > Thunderbird-Sitzung einmal abgefragt, daraus ein OAuth-Token geholt und sofort > verworfen. Nur der Token bleibt im Speicher des Hintergrundskripts (überlebt keinen > Neustart). In `storage.local` liegen ausschließlich Server, Organisation, Benutzer > und Standardwerte – keine Zugangsdaten. Auch der Einstellungs-Export enthält **kein** > Passwort. ## Benutzung 1. E-Mail öffnen → Button **„In DocuWare ablegen"** (oder Rechtsklick in der Nachrichtenliste → *In DocuWare ablegen*). 2. Aktenschrank wählen → Felder prüfen/ergänzen (Pflichtfelder mit `*`). 3. Auswählen, was abgelegt wird (eml / PDF / Anhänge). 4. **Ablegen**. Bei Erfolg wird die Mail optional mit dem Tag *DocuWare* markiert. ## Verifikation (End-to-End) Gegen den **Test-Schrank `LL_TEST_BELEGE`** ablegen, dann per DocuWare-MCP gegenprüfen: - `docuware_search` (file_cabinet_name `LL_TEST_BELEGE`, query = Betreff) → Treffer? - `docuware_get_document` → Indexfelder (`EML_SENDER`, `EML_SUBJECT`, …) korrekt? - `docuware_download_document` → `.eml`/PDF herunterladen & prüfen - Anhänge erscheinen als eigene Dokumente - Aufräumen: `docuware_delete_document` (nur im Test-Schrank!) ## Verteilung & automatische Updates (eigenes Gitea) Das Add-on wird **nicht** auf addons.thunderbird.net gelistet, sondern als **unsigniertes XPI** über dein eigenes Gitea verteilt + aktualisiert. > **Kein Signieren nötig.** Thunderbird verlangt für self-distributed Add-ons keine > Mozilla-Signatur, und addons.thunderbird.net (ATN) zeichnet Thunderbird-Add-ons ohnehin > nicht gegen (jede hochgeladene Version bleibt `signed=false`, `web-ext sign` schlägt mit > „no signed files were found" fehl). Wir bauen das XPI also lokal und verteilen es direkt. > Im XPI und in `updates.json` stehen **keine** Zugangsdaten. Das DocuWare-Passwort > wird ohnehin nirgends gespeichert (nur Sitzungs-Token im Speicher) und nie mitverteilt. **Einmalige Einrichtung:** 1. In `manifest.json` → `applications.gecko.update_url` die Domain `GITEA.EXAMPLE.DE` durch deine (HTTPS-)Gitea-Adresse ersetzen. **HTTPS ist Pflicht** (TB lehnt HTTP ab). 2. `updates.json` ebenfalls auf deine Gitea-URLs anpassen und in dein Repo committen. 3. ⚠️ **`update_url` und Release-Assets müssen ANONYM (ohne Login) erreichbar sein** — sonst bekommt Thunderbird beim Update-Check nur die Login-Seite und aktualisiert nie. Bei Gitea: Repo öffentlich **und** instanzweit `REQUIRE_SIGNIN_VIEW = false` (in `app.ini`, Abschnitt `[service]`). **Bei jedem neuen Release** – am einfachsten mit `scripts/release.sh` (baut sauberes XPI, patcht `updates.json`, committet/pusht, legt Gitea-Release an + lädt das Asset hoch): ```bash scripts/release.sh 0.10.2 # Version setzen + alles erledigen ``` Manuell wären das die Schritte: `version` in `manifest.json` erhöhen → sauberes XPI bauen (`manifest.json` im Archiv-Wurzelverzeichnis; `scripts/`, `docs/`, `.env` **nicht** mit einpacken) → XPI als Release-Anhang in Gitea hochladen → Eintrag (`version` + `update_link`) in `updates.json` ergänzen, committen/pushen. Thunderbird prüft die `update_url` periodisch und aktualisiert automatisch auf die neueste dort gelistete Version. **Nach dem Release verifizieren** (anonym, genau wie Thunderbird): ```bash curl -L .../raw/branch/main/updates.json # muss JSON liefern, nicht die Login-Seite curl -sI -L .../releases/download/vX/...xpi # Content-Type: application/octet-stream ``` ## Bekannte Grenzen / nächste Schritte - **PDF** ist v1 ein einfaches Text-PDF (Kopf + Klartext-Body) ohne HTML-Layout/Bilder. - **Auth**: primär DocuWare Identity Service (OAuth, ROPC mit öffentlichem Client), Fallback Cookie-Logon für alte On-Prem-Server. Passwort wird nicht gespeichert (Token nur im RAM, 1× Abfrage pro Sitzung). - **Upload-Multipart-Format** ggf. je nach DocuWare-Version anpassen (`docuware.js → uploadDocument`). - Mehrfachauswahl von Mails: aktuell wird die erste markierte Mail abgelegt.